Anwendungs­fall: Kleinserien-Fertigung

Mit der BOLDSERIES kannst du auch Kleinserien produzieren - wir zeigen dir wie in nur sechs Schritten.

Kleinserien-Fertigung in weniger als 24 Stunden

Für die Produktion unserer Kleinserie verwenden wir ein Getriebe-Bauteil. Es passt bei maximaler Bauplattenauslastung 22mal auf die Substratplatte. Das heißt, ein Druckvorgang ergibt 22 Getriebe-Bauteile in weniger als 24 Stunden.

Hier findest du die technischen Informationen zu unserer Kleinserie:

Maximalauslastung Bauplatte:
22 Bauteile
Druckzeit/Bauteil:
0,9h
Kosten/Bauteil:
13 Euro
Materialverbrauch/Bauteil:
0,02kg
Material:
Edelstahl 316 L

Bauteildichte:
>99,5%
Oberfläche:
Ra<11µm
Schichtstärke:
20µm
Schichtanzahl:
595

1. Druck - und Datenvorbereitung

CAD-Modell, Parameter, Stützenauswahl, Bauteilausrichtung, Vorbereitung MPRINT+
Mit der Datenvorbereitungssoftware MPREP werden die Bauteile für den Druck vorbereitet. Durch Parameter-Voreinstellungen sowie automatische Stützstrukturen werden die Bauteile optimal auf der Bauplatte ausgerichtet. Aufgrund des Designs und der Ausrichtung werden für diese 22 Getriebe-Bauteile keine Stützen benötigt.
 
Die Druckvorbereitung der MPRINT+ ist einfach und unkompliziert durch die intuitive HMI, die den Anwender Schritt für Schritt durch die einzelnen Phasen der Vorbereitung führt. Auf diese Weise wird nichts ausgelassen und teure Fehler werden dadurch vermieden.

Zeitraffer vom Druckprozess

2. Druckprozess

Druckprozess mit 200W Faserlaser
Mit einem Fokusdurchmesser von 45µm sowie Galvo-Scanner druckt die MPRINT+ feine Geometrien und Gitterstrukturen. Der Druckprozess für die 22 Bauteile dauert ca. 21 Stunden. Das bedeutet, dass die Bauzeit pro Bauteil bei weniger als einer Stunde liegt, was unter anderem auch auf die Scangeschwindigkeit von bis zu 3000mm/s zurückzuführen ist. Trotz der verhältnismäßig kurzen Zeit druckt die MPRINT+ zuverlässig und präzise und ermöglicht dem Anwender ein breit gefächertes Anwendungsspektrum.
 
Das Kartuschensystem sorgt bei der Druckvorbereitung und während des Druck- sowie Auspackprozess für ein einfaches und sauberes Pulvermanagement, da der Anwender durch die Kartuschen nur minimalen direkten Pulverkontakt hat.

3. Auspackprozess

Pulverentfernung mit minimalem direkten Pulverkontakt
In der MPURE wird überschüssiges Pulver von den Bauteilen entfernt. Die dabei geschlossene Auspackkammer ermöglicht ein Entpacken mit minimalem direkten Pulverkontakt.
 
Überschüssiges Pulver wird dabei in einer leeren Kartusche aufgefangen und in der MPURE integrierten Siebeinheit in wiederverwendbares  sowie zu entsorgendes Pulver getrennt. Das aufbereitete Pulver kann dann für den nächsten Baujob wiederverwendet werden.
 
Der Pulverkreislauf ist darauf ausgerichtet, so wirtschaftlich und nachhaltig wie möglich zu agieren, da der Großteil des Pulvers in den meisten Fällen mehrmals verwendet werden kann.  

4. Trennen von Bauplatte & Nachbearbeitung

Sägen, Schleifen, Polieren

Die Bauteile werden mit einer Bandsäge von der Bauplatte entfernt. Die Platte kann nach einigen Bearbeitungsschritten wieder verwendet werden.

Falls Stützen vorhanden sind, werden sie mit einer Zange entfernt.

Die Bauteile werden abgeschliffen und durch Sandstrahlen geglättet. Dadurch wird die Oberflächenstruktur feiner.

 

5. Zusatzwerkzeug

Schnelles Design und günstige Fertigung
Damit sich die sechs kleinen Zahnräder reibungslos und ohne Stocken um das mittige Zahnrad bewegen lassen, wird schnell und günstig Zusatzwerkzeug entworfen und gefertigt. Mit der Haltevorrichtung sowie dem Schraubbit für einen herkömmlichen Akkuschrauber lassen sich die Zahnräder leicht voneinander lösen, um so ein freies Drehen des Getriebes zu ermöglichen.
 

6. Fertige Bauteilserie

Kleinserie in weniger als 24 Stunden
Die Bauteile mit optimaler Funktionsintegration sind jetzt fertig und stehen repräsentativ für die Möglichkeiten des Metall 3D Druckers MPRINT+. Ob Prototypenbau oder Kleinserienfertigung, die BOLDSERIES kann vielfältig und flexibel eingesetzt werden.